Hofers neuer Schlag – oder: Wie ich zu meinem neuen Notebook kam

Wenn mein Ego ein bisschen angekratzt ist, dann neige ich zu Spontankäufen, um mir ein bisschen Ablenkung zu verschaffen (Schokolade ist da schon zu schwach bzw. die notwendigen Mengen wären zu ungesund). Am Weg in die Arbeit schnappte ich das Heute von heute, um die zweiminütige U-Bahn-Fahrt zu überbrücken. Da stolperte ich über die Hofer-Werbung: Das Medion akoya Mini gibt es seit heute (inzwischen möglicherweise nicht mehr).

Die Ankunft im Büro um 7:20 ließ mir noch genügend Zeit zur Recherche, vor allem im Geizhals-Forum. Ich konnte keine Gegenargumente finden, also durfte ich die Gelegenheit nicht ungenutzt verstreichen lassen, endlich zu einem neuen Notebook zu kommen. Ich hatte ja schon mit dem Asus eeePC geliebäugelt, aber so richtig gefunkt hat es dabei noch nicht. Eine Anforderung war jedoch klar: Das Notebook muss für die Busfahrt geeignet sein.

Um 7:50 stand ich vor der Filiale in der Paulanergasse, sieben Personen warteten bereits vor dem Eingang. Fünf Minuten vor acht wurde die Zehnpersonenmarke überschritten. Drei Minuten vor acht gingen die Lichter an, es gesellten sich immer mehr Personen dazu. Um 7:59 tauchte schließlich eine Verkaufsmitarbeiterin auf und schlichtete ein paar Kartons mit der heißen Ware zu ihrem Kassapult. Ich sah nur zwei Notebook-Schachteln und damit die Chancen für das gute Stück schwinden.

Beim Öffnen der Glasschiebetüre strömten über 20 Personen ins Geschäft, bei der Kasse bildet sich gleich eine Schlange. Ich war Nummer 3. Viele Kunden gingen auch zu den Regalen – auch bei denen, die länger warteten als ich, waren „normale“ Hoferkunden dabei, die Lebensmittel kauften. Der erste Käufer nahm das Notebook und die Festplatte. Nummer Zwei erstand bloß eine Festplatte. Somit konnte ich mich ein paar Sekunden später (beim Hofer geht ja der Bezahlprozess sehr flott) selbst darüber freuen, 399 € mittels Bankomatkarte los zu werden.

Ich wartete noch ein bisschen im Geschäft und beobachtete, wie die Leute Notebooks und Festplatten einkauften. Obwohl es nur eine kleine Filiale ist, gab es über 10 Notebooks – die Zahl wurde mir nicht verraten. Das finde ich gewaltig. Hochgerechnet auf über Filialen in Österreich muss man annehmen, dass heute über 4.000 Notebooks abgesetzt werden.

Die Festplatten waren sogar gefragter als das Notebook, so ließ ich mich hinreissen, noch einmal 99,99 € zu bezahlen. Damit habe den ersten Teil meines Urlaubsgelds schon einmal gut angelegt :-)

PS: Ich habe das neue Stück kurz mit dem jetzigen Arbeitsnotebook verglichen. Der Bildschirm und die Auflösung sind klarerweise kleiner, der Prozessor ist von der Taktung (1,6 GHz Intel Atom vs. Intel Pentium M) ähnlich. Die Festplatten sind gleich groß (80GB), und der Hauptspeicher doppelt so groß (1GB vs. 512MB).

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