Mama und die andere Mama
Sarah plaudert inzwischen, aber wir müssen uns an ihre Sprache erst gewöhnen und verstehen nur sehr eingeschränkt, was sie erzählt. Außer Katze und Wau-Wau gibt es natürlich das klassische Mama, das Sarah schon lange sagt. Allerdings hat es mehr Bedeutungen als gewohnt.
Früher war damit auch der Schnuller gemeint (jetzt Titi), aber jetzt ist es noch nicht eindeutig: Als wir beispielsweise heute einkaufen waren, setzte ich Sarah in das Wagerl und ging zu den ersten Regalen vor, wo wir was brauchten. Im Hintergrund hörte ich „Mama, Mama“-Rufe. Als ich mich umdrehte, war klar, „welche“ Mama gemeint war. Sie zeigte auf mich, weil sie wollte, dass ich den Einkaufwagen schob. Wenn man sie fragt, wer Papa ist, zeigt sie auf mich, aber gerufen werde ich mit „Mama“
Den restlichen Abend bis zum Einschlafen verbrachte sie noch mit mir, erst die letzten fünf Minuten vor dem Einschlafen wandte sie sich Martina zu, um mit der Brust in der Hand ins Land der Träume abzutauchen.
Ein anderes lustiges Erlebnis beim Einkaufen gab es am Samstag, als wir beim Humanic in der SCS in der Kinderschuhabteilung waren. Martina und ich durchsuchten die Regale, Sarah durfte ein paar Schritte abseits von uns alleine herumgehen – das macht ihr nichts aus. Plötzlich höre ich Kinderweinen und rufe: „Sarah, ich komme schon.“ Wie ich sehe, dass Sarah noch immer ruhig bei dem einen Schuhprobierplatz spielt, sage ich: „Ah, das ist ja gar nicht Sarah.“ Das hat wiederum eine andere Kundin gehört, und das brachte sie zum Schmunzeln.
