Die Sonne in Oslip

Gestern und heute waren die Tage der Sonne, und da gab es auch in Oslip Veranstaltungen dazu. Gestern gab es einen Vortrag eines Photovoltaik-Anlagen-Verkäufers und der hiesigen Raiffeisenbank in der Volkschule. Am heutigen Sonnentag wurde ein weiterer Vortrag gehalten, und auch eine kleine Verlosung durchgeführt.

Nachdem ich auch selbst an Photovoltaik interessiert bin, besuchte ich beide Veranstaltungen und ließ mich informieren. Gestern stellte Ing. Bernhard Brunner die Vorteile einer PV-Anlage vor und bildete mit seinen Finanzierungsberechnungen den Übergang zum Vortrag von Karl Presich, dem Geschäftsleiter der örtlichen Raiffeisenbank. So ist mit der derzeitigen Förderung und dem garantierten Einspeisetarif für 12 Jahre (nach Ökostrom-Gesetz) eine “sich selbst bezahlende” Fremdfinanzierung nur dann ohne Eigenmittel möglich, wenn man eine Darlehenslaufzeit von 20 Jahren nimmt, mit dem Risiko, dass die Situation in 12 Jahren bezüglich Einspeisetarif nicht garantiert ist. Für das Einspeisen von Ökostrom aus Photovoltaik-Anlagen erhält man 46 Cent, meinem Energielieferanten zahle ich aber nur rund 16 Cent (inkl. aller Abgaben).

Beim Schreiben des Artikels recherchierte ich einen Link für Ing. Bernhard Brunner und stieß dabei auf die Bull Holding. Der Imagefilm auf der Webseite ist super ;-) Aus dem Vortrag habe ich mir den Link des Verbands Photovoltaic Austria (wo der Vortragende Mitglied ist, das Internet weiß alles).

Der heutige Vortrag war von Dr. Günter Wind, Obmann des Vereins panSol. Es ging ein bisschen fundierter als gestern zu, auch andere Energieträger wurden hinterleuchtet. Photovoltaik ist ja perfekt, aber nur so lange die Sonne scheint. Die Nächte machen da noch kein so großes Problem aus, wirklich schlimm ist es im Winter, wo statistisch in unserer Gegend nur 1/6 der Energie vom Sommer erzeugt werden kann – gerade in der Zeit, wenn man eigentlich einen gesteigerten Energiebedarf hat. Elektrische Energie kann kaum so lange gespeichert werden, gute Energiespeicher sind hingegen Pflanzen, d. h. man wird im Winter den Energiebedarf mit Biomasse decken müssen.

Ein interessanter Vergleich war auch eine Grafik, wieviele Kilometer ein Auto im Jahr zurücklegen kann, wenn einem 1 Hektar Fläche zur Verfügung steht. Biodiesel schneidet hierbei am schlechtesten ab, knapp überholt von Bioethanol. Bei Biogas ist die Strecke schon drei Mal so lang als beim Biodiesel, aber bei Nutzung der Photovoltaik und eines Elektroautos ergibt sich eine weitere Verhundertfachung. Leider kann ich diese Grafik nicht im Downloadbereich von panSol entdecken.

panSol ist ein Verein, und ich habe fast das Gefühl, dass ich da Mitglied werden könnte. Die Themen, um die es da geht, entsprechen jedenfalls sehr meinen Interessen.

Beim Gewinnspiel gewannen wir leider nichts, dafür spielte Sarah am Kindergarten-Spielplatz und kletterte dort die Leiter einer Rutsche hoch, die höher als ich war.

PS: Mein Interesse an dem Thema besteht ja schon seit längerem, und so kontaktierte ich PVT Austria schon vor einigen Wochen. Ich füllte auch das Anbotsformular aus und schickte das Word-Dokument an die angegebene Adresse. Bloß eine Antwort bekam ich bis jetzt nicht (sonst gäbe es auch schon einen Beitrag dazu, der war schon als Linksammlung vorbereitet).

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